"Shepherd’s Pie“ – einfach zubereitet

"Shepherd’s Pie“ – einfach zubereitet

"SHEPHERD'S PIE" – LAMMFLEISCH, KARTOFFELBREI UND KÄSE, MMMMHHH LECKER!

Die englische und die irische Küche gelten ja beide gemeinhin nicht für besonders raffiniert und schmackhaft. Aber sie hat trotzdem einige wirkliche Leckerbissen zu bieten, die sich lohnen, einfach mal nachgekocht zu werden. Eines dieser Leckerbissen ist „Shepherd’s Pie“ oder ins Deutsche übersetzt „Schäferpastete bzw. Schäferkuchen“.

Armeleuteessen aus Irland

Früher war dieses Gericht ein sogenanntes Armeleuteessen. Arme Bauern und andere kleinen Leute, die sich nicht oft Fleisch leisten konnten, bereiteten es oft in der Woche aus den Resten des Sonntagsmahles zu. Heute hat „Shepherd’s Pie“, das in Irland häufig auch „Cottage Pie“ genannt wird, nicht mehr den Ruf einer ärmlichen Speise. Mit guten Zutaten hergestellt ist es sehr lecker.

Die Briten und Iren lieben das Gericht sehr und in vielen einheimischen Gaststätten seht es auf der Speisekarte. Auch in anderen Ländern kommt es (manchmal leicht abgewandelt) auf den Tisch. Die Australier nennen es „Potato Pie“, die Amis „Cowboy Pie“, die Kanadier „Chinese Pie“ oder „Pâté Chinois“.

Unter welchen Namen auch immer, „Shepherd’s Pie“ ist ein tolles Essen für Jung und Alt und auch hier zulande sehr beliebt.

Shepherd’s Pie Zutaten

Welche Zutaten gehören zum einem „Shepherd’s Pie“ und wie wird das Gericht zubereitet?

Die hauptsächlichen Bestandteile sind Hackfleisch, Kartoffelpüree, Zwiebeln, Gemüse und Käse. Traditionell ist das Hackfleisch oder durch den Fleischwolf gedrehte Fleisch vom Lamm, daher auch der Bezug auf die Schäfer. Es funktioniert aber auch gut mit Rindfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch oder Geflügelfleisch. Allerdings ist Lamm oder Hammel besonders kräftig im Geschmack und gibt dem „Shepherd’s Pie“ das gewisse Etwas.

Das Kartoffelpüree kann, wenn es schnell gehen muss, zur Not auch mal aus der Tüte stammen.

Viel besser schmeckt das Gericht aber mit selbst gestampften oder mit der Passiermühle zerkleinerten Kartoffeln.

Die frisch gekochten Kartoffeln werden passiert oder zerdrückt und mit Milch und Butter zu einem schön cremigen Kartoffelbrei verarbeitet. Reibekäse oder Schmelzkäse gehören ebenfalls in das Gericht und ohne Zwiebeln gelingt es auch nicht perfekt. An Gewürzen wird auf alle Fälle Pfeffer und Salz benötigt, was sonst noch zugefügt wird, ist Geschmackssache.

Majoran, Thymian, Paprika, Oregano aber auch Kreuzkümmel und fein gehackter Knoblauch passen auch sehr gut dazu.

Wenburg Passiergeraet
Shepherd’s Pie Zubereitung

Und so bereitet man das Gericht zu: zuerst wird die gewünschte Menge Zwiebeln und eventuell auch der Knoblauch zerkleinert und in Butter oder Pflanzenöl angebraten. Dann werden das Hackfleisch und die Gewürze zugegeben und krümlig ausgebraten. Danach überstäubt man es mit ein klein wenig Mehl und gibt an Gemüse hinzu, was gerade an Resten im Haushalt vorhanden ist und man mag.

Sehr lecker sind Erbsen, Möhren und Champignons aus der Dose oder tiefgekühlt, aber auch Mais, Kidneybohnen und grüne Bohnen passen sehr gut. Zum Schluss wird etwas Fleischbrühe, Gemüsebrühe oder auch vorhandene Reste von Bratensoße zugefügt, bis das Hackfleisch die gewünschte Konsistenz hat.

Anschließend kommt die Hackfleisch-Gemüsemasse in eine Auflaufform und wird mit einer Schicht Kartoffelpüree abgedeckt. Der Käse kann in 2 Varianten hinzugegeben werden. Entweder wird er in den Kartoffelbrei mit eingerührt, oder als oberste Schicht wie beim Gratin aufgebracht. Danach kommt der Auflauf in den Herd oder Backofen, bis sich eine schöne braune Kruste bildet.

In englischen Pubs bekommen die Gäste häufig ein „Shepherd’s Pie“, bei dem das Kartoffelpüree nicht einfach in die Form gestrichen sondern mit einer Spritzdüse zu einem Muster eingespritzt wird. Das wertet das Gericht optisch noch etwas auf.

Vegetarier können eine Art „Shepherd’s Pie“ auch fleischlos zubereiten, indem sie statt dem Hackfleisch Tofu, Linsen oder Bohnen verwenden. Statt Kartoffeln können für das Püree auch Süßkartoffeln verwendet werden.

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